Natürliche Schädlingsbekämpfung und Artenschutz

Wanderfalken in der Stadt

Von unseren heimischen Greifvögeln ist es vor allem der Wanderfalke der Tauben, Krähen und sogar größere Vögel wie Enten im Beutespektrum haben als besonderer Kulturfolger bekannt.

Sowohl der Habicht als auch der Uhu die diese Vögel ebenfalls im Beutespektrum haben bevorzugen den Wald und dichte Vegetation als Lebensraum.

Alle großen Greifvogelarten waren in Deutschland einige Zeit sogar vom Aussterben bedroht. Grund dafür war das Pflanzengift DDT. Das Gift sammelte sich mit fortschreiten der Nahrungskette von den Insekten über kleiner Vögel immer mehr am Ende bei der Greifvögeln an. Unbemerkt jedoch, da die Tiere nicht selbst an der leichten Vergiftung verendet sind. Stattdessen sind lediglich durch dünn und brüchig werdende Eierschalen über viele Generationen keine Jungtiere mehr durch gekommen.

Durch ein Verbot von DDT und einige Auswilderungsprojekten aus falknerischen Nachzuchten hat sich der Bestand wieder auf ein zumindest Stabiles Maß erholt. Dennoch sind alle Greifvögel und Eulenarten streng geschützte Arten, da die Erholung der Arten immer noch im Prozess ist.

Hinzu kommt das der Lebensraum von Wanderfalke und Uhu durch den Abbau und die Freizeitnutzung von Feldgebieten immer mehr eingeschränkt wurde.

Wanderfalken brühten vorzugsweise in Felsen. Hinzu kommt der Wanderfalke später zur Brut in der Regel einen Ort bevorzugen der Ihrem Geburtsort ähnlich ist. Einige Wanderfalken bekannt als Baumbrüter versuchen in Verlassenen Baumhorsten zu brüten, werden aber dort meist vom Uhu oder Habicht dezimiert.

Wanderfalken zeigen sich aber auch immer mehr als Kulturfolger und suchen in hohe Gebäude in Städten Nistmöglichkeiten. Geschütz vor Habicht und Uhu mit einem guten Futterangebot breiten sich Stadtbrütende Wanderfalken langsam weiter aus. Einmal in der Stadt geboren wird der Standort zum natürlichen Lebensraum. Greifvögel sind relativ lärmresistent, man bedenke Greifvögel und Eulen brüten nicht selten in Glockentürmen der Kirchen. Auch der Unterhaltungsdrang eines Greifvogels wird in der Stadt bedient, solange er einen hohen Sitzplatz findet der Ihn vor Gefahren schützt. Greifvögel stehen üblicherweise 95% vom Tag in Ruhe. Den Rest der Zeit verbringen Sie auf Beutesuche, Revierverteidigung, Partnersuche und Körperpflege falls Baden möglich ist.

Wanderfalken brüten einmal im Jahr zu festen Zeiten im Frühjahr. Sowohl im Frühjahr als auch im Herbst werden die Partnersuche und die Brutplatzsuche ins Auge gefasst. Während der Brut und der Aufzucht der Jungvögel sind die Tiere sehr Territorial. Die Brut beginnt etwa im März und Endet mit dem Selbstständig werden der Jungen im Spätsommer.

Im Umkreis von besetzten Wanderfalken Nestern sinkt das Aufkommen von Stadttauben merklich. Da der Wanderfalke Höhen von 30-50 Meter als Brutplatz bevorzugt befindet er sich schon vom Ruheplatz aus in der Position sich seine Mahlzeit zu erjagen. Der Wanderfalke nutz sei enorme Geschwindigkeit zur Jagd, im Sturzflug kann er über 350 km/h erreichen und erschlägt seine Beute meist.

Deshalb braucht der Standort für ein Wanderfalkennest gewisse Voraussetzungen.

  • Über 30 Meter. Je höher umso besser.
  • Der Anflug muss von unten frei zugänglich sein. Keine anderen Häuser zu dicht oder Vegetation im Anflugbereich, da der Wanderfalke die Schwerkraft nutzt um sich bei der Landung am Nest zu bremsen. Beim Abflug ist es ähnlich, hier nutzt der Wanderfalke die Fallgeschwindigkeit um Energie beim Aufnehmen der Geschwindigkeit zu sparen.
  • Die Ausrichtung des Nestes nach der richtigen Wetterseite. Bei uns in Deutschland ist das meist Ost /Südost
  • Erreichbarkeit zu Reinigung des Nestes. Da nach erfolgreicher Brut der Wanderfalke im nächsten Jahr wieder ein Sauberes Nest bevorzugt. In der Natur würde er einfach den Standort wechseln und erst ein paar Jahre später nach dem der Regen die Reinigung übernommen hat das Nest wieder in Betracht ziehen.
  • Möglichst wenig menschliche Bewegung in der Nähe des Nestes, keine während der Brut.

Mit einem Wanderfalkennest auf dem Dach erhöhen Sie nicht nur die Chance auf eine natürliche Schädlingsbekämpfung von Tauben und Krähen, sie unterstützen zudem eine unter strengem Tierschutz stehende Art bei der Eroberung eines neuen Lebensraumes um sich selbst in Zukunft zu erhalten.

Wanderfalkennester werden von uns für den jeweiligen Standort angepasst. Je nach Befestigungs- und Standortmöglichkeit. In zwei Verschiedenen Materialien /Farben und mit Kamera bestellbar.

Bei Fragen senden Sie uns bitte einen Rückrufwunsch unter info@garuda-falknerei.de

Ein Beratungstermin vor Ort wird nach Zeit und anzufahrender Kilometer berechnet. Während der Besichtigung wird ein geeigneter Standort gesucht und mögliche Installationen besprochen. Anschließend haben Sie die Möglichkeit uns mit der Herstellung des Nistkastens passend zu Ihrem Standort zu beauftragen.

Der Nistkasten ist als Bausatz erhältlich, kann aber auch von uns vor Ort aufgebaut und installiert werden.

Wenn sie schon einen geeigneten Standort haben können Sie natürlich auch einen Nistkasten bei uns zum selbst Aufbau bestellen.

Universalkasten:

Den Kasten gibt es in zwei Varianten:

1.Mit Reinigungsöffnung und Supportklappe an der Rückseite, für eine Installation auf dem Dach oder im Innenbereich.

2. Mit Dach als Reinigungsöffnung und Supportklappe an der Seite für eine Installation an der Hauswand

Weiter Optionen:

Materialwahl:

1. Siebdruckplatte Haltbarkeit unter freiem Himmel ca. 5 - 10 Jahre (Braun)

2. Integralschaumplatte Haltbarkeit unter freiem Himmel > 30 Jahre (Grau)

Kamera mit App:

1. Installation mit guter W-Lan Verbindung und Stromamschluss

2. Installation mit Sim Karte